Kinderspielzeug: Vorsicht vor giftigen, krebserregenden Stoffen!
Gesetzgeber schützt nicht vor gifitigem Kinderspielzeug
Krebserregende Stoffe in Gummi und Plastik
In schon fast regelmäßigen Abständen werden Fälle von Gift im Kinderspielzeug bekannt. Auch WISO hat letztes Jahr in einem Test giftige Stoffe in Plastikprodukten gefunden. Dabei wurden krebserregende Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in allen getesteten Badeschuhen und in einem Wasserball gemessen. Diese Stoffe sind derart giftig, dass WISO Erwachsenen empfiehlt, nicht länger als 30 Sekunden mit den verseuchten Materialien in Berührung zu kommen.
Kinderspielwaren stark belastet
Auch in Kinderspielzeug wurden giftige Stoffe gefunden und dies ist wesentlich bedenklicher, da Kinder viel empfindlicher auf diese Gifte reagieren. Der schädliche Stoff PAK, der als Weichmacher bei Spielzeug für Kinder eingesetzt wird, wird über die Haut des Kindes absorbiert und steht im Verdacht krebserregend zu sein und das Erbgut zu schädigen. Das Landesuntersuchungsamt Rheinland Pfalz hat vor ein paar Wochen 24 Strandspielzeuge für Kinder untersucht u.a. aufblasbare Paddelboote für Kinder, Luftmatratzen, Wasserbälle, Schwimmflügel, Schwimmtiere und Schwimmreifen. Vier davon enthielten das schädliche PAK. Auch Stiftung Warentest hat bei einem Kinderlaufrad Produkttest das Krebsgift PAK in Griffen, Polstern und Reifen gefunden. Dabei ist eine Schadstoffbelastung an Stellen die direkt mit der Haut des Kindes in Berührung kommen besonders gefährlich. Das Testergebnis ist beängstigend: Nur drei Laufräder von fünfzehn getesteten Laufrädern wurden als annehmbar befunden. Elf Modelle wurden aufgrund der hohen Schadstoffbelastung mit mangelhaft bewertet. Bei vier Laufrädern wurde sogar der Weichmacher DEHP gefunden, der für Kinderspielzeuge und Babyartikel verboten ist.

Schädliche Stoffe in Kinderspielzeug teilweise nicht verboten
Das Gefährliche am Giftstoff PAK ist, dass er für Kinderspielzeug nicht verboten ist. Der Handel hat sich lediglich auf einen Grenzwert geeinigt, der aber, wie die vorgestellten Tests zeigen, selten eingehalten wird. Aufgrund dieser Situation liegt es an den Eltern Spielzeug für Kinder mit einer hohen PAK Belastung zu meiden. Hier einige gute Anhaltspunkte, wie schadstoffhaltiges Spielzeug für Kinder entlarvt werden kann.
Checkliste: Unbedingt beachten vor dem Kauf von Kinderspielzeug
1. Material
2. Geruch
3. Prüfsiegel
Es gibt verschiedene Institutionen, die unabhängig und kompetent Kinderspielzeug testen und somit den Eltern eine Hilfestellung auf diesem undurchsichtigen Markt bieten. Das Wichtigste ist das GS-Zeichen, aber auch das TÜV-Proof und das Spiel gut Zeichen geben eine gute Orientierung.
Videos zum Thema Giftstoffe in Kinderprodukten
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