Giftstoffe in Kinderspielzeug: Nase auf beim Spielzeugkauf!

Vorsicht bei billig produzierten Spielwaren aus Plastik!

War der Besuch eines Spielzeugladens früher auch für Sie mit höchst angenehmen Sinneserlebnissen verbunden? Möglicherweise lag ein ganz spezieller Duft in der Luft, nach Holz, Wachs und Papier, die Dielen knarrten auf eine ganz besondere Weise und das große Glas auf dem Verkaufsthresen enthielt Bonbons, die nur in diesem Geschäft so unvergleichlich gut schmeckten?

Jahrzehnte später sind die kleinen Spielzeugläden großen Ladenketten gewichen. Die Geschäfte sind riesig, die Auswahl erschlagend, oberflächlich gesehen ein Paradies für Kinder, oder? Warum dreht sich Ihnen im ersten Impuls dann regelrecht der Magen um - von dem beißenden Geruch, der Sie sofort umfängt, wenn Sie eine solche Filiale betreten?

Dass ausgerechnet das Spielzeug, das Ihr Kind lange Zeit begleiten soll, nicht selten mit Schadstoffen belastet ist, mutet seltsam an und verunsichert bestimmt auch Sie. 2007 und früher ist die Firma Mattel in die Schlagzeilen geraten, da sie Unmengen von bleiverseuchtem, vorwiegend billig in China produziertem Spielzeug vom Markt nehmen musste. Auch IKEA oder LEGO teilten dieses Schicksal und stellten viele Eltern vor die Frage: Welches Spielzeug kann man noch kaufen, ohne sich Gedanken um Schadstoffe machen zu müssen?

Die ehrliche Antwort lautet: man weiß es nicht! War vor Jahren noch die teuer gekaufte Marke eine Art Sicherheitsgarant, hat sich das durch die Erschließung von Billigproduktionsländern wie China oder Slowenien gravierend geändert. Gift kann in jedem Spielzeug stecken, vorwiegend allerdings in Plastikspielzeug. Ob Blei in der Farbe eines kleinen Rennautos oder der Weichmacher in der Babypuppe, niemand ist geschützt davor. Beides schadet Ihren Kindern auf vielfältige Weise. Das beginnt bei Hautreaktionen und Atembeschwerden und endet bei weitaus Schlimmerem.


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Durch unterschiedliche Sicherheitsvorschriften in den unterschiedlichen Hersteller-Ländern ist eine Kontrolle nur schwer möglich. Was in Deutschland verboten ist, ist in China wahrscheinlich erlaubt und somit macht der Hersteller sich nicht strafbar. Erst Stichproben bringen die Gefahr ans Licht. Zögern Sie beim Kauf von Spielzeug nicht, kräftig daran zu schnuppern. Wenn Ihnen dabei etwas abstoßend in die Nase steigt, lassen Sie die Finger davon. Der Geruch in vielen großen Spielzeugläden spricht eine deutliche Sprache. Hier wird viel billig produziertes Plastikspielzeug verkauft und ein Blick auf das "Made in..."- Schild lohnt sich immer.

Besuchen Sie mal wieder einen kleinen, privaten Spielzeugladen - oft findet sich hier noch schönes Spielzeug aus heimischer Produktion! Im Internet finden sich Listen mit Firmen, welche auf die Auslagerung ihrer Produktionsstätten verzichten und sich den hohen deutschen Sicherheitsrichtlinien stellen. Leider konnte sich die EU bisher auf keine allgemein gültige Leitlinie einigen.

Einheimisch produziertes Spielzeug ist teurer als die Massenware aus Fernost, aber wie wäre es mit einem gemeinsamen Flohmarktbummel mit der ganzen Familie. Damit schaffen Sie mühelos ein tolles Familienerlebnis, sparen eine Menge Geld und das Spielzeug, das Sie kaufen, ist höchstwahrscheinlich bereits "ausgedampft" und dadurch zumindest schadstoffarm.